Vor zwei Jahren fand im georgischen Bakuriani die letzte Freestyle-WM statt. Innerhalb dieser wurden zum vierten Mal gleichzeitig die Titelkämpfe im Ski-Freestyle und Snowboard ausgetragen. Die Schweizer Sportlerinnen und Sportler konnten zehn Medaillen gewinnen – und damit den vierten Platz im internationalen Vergleich erreichen. Für die Skicrosserin Fanny Smith gab es die Bronzemedaille, Andri Ragettli gewann ebenfalls Bronze im Slopestyle. Ladina Jenny sicherte sich Silber im Parallel-Slalom in der Snowboarddisziplin, während Dario Caviezel Silber im Parallel-Riesenslalom gewann. Halfpipe-Fahrer Jan Scherrer holte Bronze, ebenso wie Nicolas Huber im Big Air. Im Parallel-Slalom Mixed gewannen Julie Zogg und Dario Caviezel ebenfalls Bronze.
Zudem konnten Noé Roth im Aerials, Mathilde Gremaud im Slopestyle und Julie Zogg im Parallel-Slalom Goldmedaillen gewinnen.
Vielversprechende Schweizer Beteiligung
In den 17 Disziplinen, die gefahren werden, sind insgesamt 90 Medaillen zu gewinnen. In den Medaillenentscheidungen wollen auch die Schweizerinnen und Schweizer ein Wörtchen mitreden.
Bei den Frauen sind im Freeski Slopestyle und Big Air Mathilde Gremaud, Sarah Hoefflin und Anouk Andraska selektioniert. Gremaud als dreifache Olympiamedaillen-Gewinnerin gilt dabei als grösste Hoffnungsträgerin für die Schweizer Delegation. Bei den Männern starten Andri Ragettli, Fabian Bösch, Kim Gubser und Colin Wili. Auch Ragettli kann sich gute Chancen ausrechnen, im Weltcup gewann er die WM-Hauptprobe vor einem Jahr auf dem Corvatsch.
Die Final-Entscheidung Slopestyle findet am 22. März statt, jene im Big Air am 29. März.
Ariane Burri und Andrina Salis sind bei den Frauen in den Disziplinen Snowboard Big Air und Slopestyle am Start. Bei den Männern sind es Nicolas Huber, Jeremy Denda, Alex Lotorto und Elias Lehner. Jonas Hasler verpasst den Start im Slopestyle und Big Air, nachdem er beim letzten Slopestyle-Weltcup einen Schlag auf das Knie erhalten hat. Der 18-Jährige wird sich im Engadin auf den Wettkampf in der Halfpipe fokussieren. Die Final-Entscheidungen: Slopestyle sind am 23. März und Big Air am 28. März.
Folgende Moguls-Athleten wurden für die Titelkämpfe selektioniert: Enea Buzzi und Martino Conedera. Die Qualifikationen finden heute Dienstag, 18. März, statt. Die Medaillen werden am Mittwoch, 19. März, vergeben. Am Freitag, 21. März, stehen im Dual Moguls die Preliminary Rounds sowie die Medaillenentscheidungen an.
Drei Aerials-Athletinnen und -Athleten wurden für die Titelkämpfe selektioniert: Bei den Frauen Lina Kozomara (Mixed Team). Bei den Männern Noé Roth als Titelverteidiger und Pirmin Werner. Am Donnerstag, 27. März, findet der Mixed-Team-Event statt, gefolgt von den Qualifikationen für die Einzelwettkämpfe am Samstag, 29. März. Die Einzel-Medaillen werden am Sonntag, 30. März, vergeben.
Im Skicross sind Talina Gantenbein, Saskja Lack, Natalie Schär und Fanny Smith für die Weltmeisterschaften selektioniert worden. Bei den Männern fahren Tobias Baur, Romain Détraz, Alex Fiva und Ryan Regez. Am Freitag, 21. März, steht die Qualifikation für die Einzelwettkämpfe an. Um die Einzel-Medaillen wird bei Frauen und Männer am Samstag, 22. März, gefahren und im Mixed Team mit jeweils einer Athletin und einem Athleten pro Team am Sonntag, 23. März.
In der Disziplin Snowboard Alpin stehen Flurina Bätschi, Ladina Caviezel, Larissa Gasser, Jessica Keiser, Xenia von Siebenthal, Julie Zogg bei den Frauen am Start und Gian Casanova und Dario Caviezel bei den Herren. Die Final-Entscheidungen: 20. März: Parallel-Riesenslalom, 22. März: Parallel-Slalom, 23. März: Team-Event.
Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren die Selektionen für die Disziplinen Snowboardcross und Snowboard Halfpipe noch nicht bekannt.
Zwei einheimische Athletinnen
Mit Talina Gantenbein aus Scuol wurde eine einheimische Sportlerin für die Skicross-Bewerbe selektioniert. Die 26-Jährige konnte an den Weltmeisterschaften im Jahr 2021 in Idre Fjäll als Vierte nahe ans Podest fahren. Im Weltcup konnte die Unterengadinerin ebenfalls einige Podestplätze herausfahren.
Auch Larissa Gasser aus Madulain darf an der WM starten. Auf der Corviglia schliesst sich für Gasser ein Kreis: Dort stand sie nämlich im Alter von fünf Jahren das erste Mal auf dem Snowboard. Was folgte, ist eine Karriere mit mehreren Podestplätzen im Europacup und Top-10-Platzierungen im Weltcup.
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