Kürzlich begab sich die Belegschaft von Gammeter Media, unter anderem Herausgeberin der «Engadiner Post/Posta Ladina», auf einen Firmenausflug in die Ostschweiz. Besucht wurden zwei Produktionsbetriebe, die beide unterschiedliche und sehr spannende Einblicke boten.
Seit Dezember 2017 wird die «Engadiner Post/Posta Ladina» in St. Gallen gedruckt. Die damalige Druckerei gehörte zur NZZ-Gruppe. Mit der Gründung von CH Media im Jahr 2018 wurde auch der Druckstandort St. Gallen in die neue Gruppe integriert. Nachdem der letzte Besuch der Zeitungsdruckerei der «Engadiner Post/Posta Ladina» bereits einige Jahre zurückliegt, besuchte die Belegschaft von Gammeter Media das Druckzentrum in St. Gallen nun erneut. Auf dem eindrücklichen Rundgang durch das Druckzentrum mit Papier- und Farblager, der Druckmaschine und der Ausrüsterei erhielten die Mitarbeitenden einen spannenden Einblick in die Zeitungsproduktion.
Die Druckerei der EP/PL
Die «Engadiner Post/Posta Ladina» wird auf einer modernen Rollenoffsetmaschine gedruckt. Das Gewicht der Druckmaschine beträgt 650 Tonnen, sie ist ca. 50 Meter lang und hat sechs Drucktürme mit insgesamt 48 Druckwerken. Im Versand gibt es zwei Linien, welche Zeitungen schneiden, wickeln, Beilagen einstecken, adressieren und bundieren können. Im Druckzentrum St. Gallen werden pro Jahr rund 220 Millionen Zeitungen produziert. «Erfreulicherweise werden es nicht weniger, sondern eher mehr. Print lebt nach wie vor», sagte Urban Auer, der die Engadiner durch die Produktionsstätte führte und bis zu seiner Pensionierung viele Jahre Leiter Prepress beim St. Galler Tagblatt war.
Neben grossen Auflagen wie beispielsweise der «Coop-Zeitung» oder dem «St. Galler Tagblatt» werden auch kleinere Lokalzeitungen wie die EP/PL gedruckt. Und das in hoher Geschwindigkeit: Sobald alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind und die Maschine läuft, dauert der Druck der Grossauflage mit ihren 18 000 Exemplaren gerade einmal eine halbe Stunde.
Der internationale Konzern
Waren schon die Dimensionen des Druckzentrums in St. Gallen sehr eindrücklich, waren es die Produktionsstätten von Stadler Rail AG im thurgauischen Bussnang erst recht. Zur Einführung zeigte ein Film eindrücklich auf, wie sich das Unternehmen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1942 zurückreichen, entwickelt hat. Als 1989 der Unternehmer Peter Spuhler den Betrieb übernahm, zählte er gerade einmal 18 Mitarbeitende. Heute ist Stadler ein internationaler Konzern mit über 17 100 Mitarbeitenden aus 75 Nationen, einem Umsatz von 3,7 Milliarden Franken und einem eindrücklichen Auftragsbestand von über 30 Milliarden Franken. Sechs Produktions- und Komponentenwerke, acht Engineering- sowie über 95 Service-Standorte weltweit gehören zu Stadler. Allein am Standort in Bussnang sind 2200 Leute beschäftigt, fast so viele wie im beschaulichen Dorf wohnen.
Das Unternehmen produziert eine breite Palette an Schienenfahrzeugen: Regional- und S-Bahn-Züge, Trams, U-Bahnen, Intercity- und Hochgeschwindigkeitszüge sowie Lokomotiven und Spezialfahrzeuge wie Zahnradbahnen. Weitere Sparten sind der Unterhalt von Zugflotten und die Signaltechnik. Der Besuch der beiden Betriebe zeigte eindrücklich, wie vielfältig und komplex moderne Produktionsprozesse sind – sei es im Zeitungsdruck oder im internationalen Schienenfahrzeugbau. Auch wenn die Dimensionen bei Stadler Rail AG oder beim Druckzentrum von CH Media um ein Vielfaches grösser sind, ist auch die Gammeter Media AG ein Produktionsunternehmen mit einem vielfältigen Angebot.
Neben den spannenden Eindrücken haben die beiden Firmenbesuche in entspannter Atmosphäre auch zu einer Stärkung des Teamzusammenhalts beigetragen.
Autor: Engadiner Post
Foto: Stadler, Jean-Marie Delnon, Gammeter Media
Diskutieren Sie mit
Login, um Kommentar zu schreiben