Vom 5. Juni bis 5. Juli wird Graubünden zum Zentrum des Schweizer Schiesssports. Dies schreibt das Organisationskomitee des 59. Eidgenössischen Schützenfests Chur/Graubünden 2026 (ESF2026) in einer Medienmitteilung. Neben dem Hauptstandort Chur finden die Wettkämpfe auf 19 Aussenschiessplätzen im ganzen Kanton sowie auf einem Zusatzschiessplatz in Walenstadt statt. Das Fest steht unter dem Motto «Tradition und Passion» und wird bereits zum vierten Mal nach 1842, 1949 und 1985 in Chur durchgeführt.
OK-Präsident Martin Candinas bezeichnet den Anlass als weit mehr als einen sportlichen Grossanlass. «Das Eidgenössische Schützenfest ist ein nationales Fest der Begegnung, der Tradition und des Zusammenhalts.» Graubünden könne sich während eines Monats als offener, leistungsfähiger und herzlicher Gastgeber präsentieren. «Gerade für einen Tourismuskanton ist ein solcher Anlass wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell enorm wertvoll», so Candinas.
Das Gesamtbudget des Anlasses beläuft sich auf rund 14 Millionen Franken. Vier Millionen Franken davon seien über Sponsorenbeiträge finanziert worden. Gleichzeitig sei die Organisation komplex: Neben Chur und den Trägervereinen der Austragungsorte seien zahlreiche Partner aus den Bereichen Sicherheit, Gesundheit, Logistik, Armee und Zivilschutz beteiligt.
Grosse Nachfrage seitens Schützen
Bereits kurz nach der Öffnung des Anmeldeportals habe sich das nationale Interesse gezeigt. Innerhalb von 24 Stunden hätten sich rund 24 000 Schützinnen und Schützen angemeldet, heisst es weiter.
Die Veranstalter setzen nach eigenen Angaben bewusst auf bestehende Infrastrukturen und dezentrale Austragungsorte. Dadurch seien keine zusätzlichen temporären Schiessanlagen nötig. Investitionen kämen direkt den regionalen Schützenvereinen zugute. Gleichzeitig werde das Eidgenössische Schützenfest erstmals vollständig digital und auf vollelektronischen Schiessanlagen durchgeführt. Resultate würden in Echtzeit übermittelt, zudem könne auf zahlreiche sogenannte Warner verzichtet werden.
5000 Voluntaris
Eine zentrale Rolle spielen laut Organisationskomitee die freiwilligen Helferinnen und Helfer. Rund 5000 Personen sollen während der Vorbereitungs- und Durchführungsphase insgesamt etwa 150 000 Arbeitsstunden leisten. Besonders in den Regionen sei die Verbundenheit mit dem Anlass stark spürbar. Auch die Sicherheit ist gemäss den Organisatoren ein zentrales Thema. Gemeinsam mit den Behörden seien umfassende Sicherheitskonzepte erarbeitet worden. Der Schiesssport bringe eine besondere Verantwortung mit sich, weshalb man nichts dem Zufall überlassen wolle, wird Generalsekretär Carl Frischknecht zitiert.
Neben dem sportlichen Wettbewerb soll das ESF2026 auch als Volksfest wahrgenommen werden. Die Organisatoren erwarten zahlreiche zusätzliche Übernachtungen und eine hohe Wertschöpfung für Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Besonders hervorgehoben wird die verbindende Wirkung des Anlasses: Menschen aus allen Sprachregionen der Schweiz sollen in Graubünden zusammenkommen.
Viele Programmpunkte
Zu den Höhepunkten zählt der Offizielle Tag vom Samstag, 13. Juni, mit Festakt, Umzug und einer Flugshow der Patrouille Suisse über dem Rossboden in Chur. Am Abend ist in der alten Stadthalle eine Schützenparty mit der Band Megawatt geplant. Weitere Programmpunkte sind unter anderem der Bündner Jugendtag, der Auslandschweizertag sowie der Tag der Jugend Anfang Juli.
Medienmitteilung: www.gr2026.ch
Medienmitteilung: www.gr2026.ch
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