Am 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege, rückten Pflegeberufe erneut in den Fokus. Eine aktuelle, branchenübergreifende Studie des Forschungsinstituts Sotomo zeigt, dass Pflegeberufe in der Schweiz zu den erfüllendsten Berufen zählen. Besonders positiv bewertet wurden die Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung, die gesellschaftliche Bedeutung der Arbeit und der Berufsstolz. Fast die Hälfte der Befragten gab an, bei ihrer Arbeit viel oder sehr viel Stolz zu empfinden – in Pflegeberufen besonders häufig.

Was Arbeitnehmenden wichtig ist
In der Umfrage wurden Erwerbstätige aus allen Berufsfeldern nach ihrer Zufriedenheit und Erfüllung im Berufsalltag befragt. Sie verdeutlichte: Für Arbeitnehmende zählt nicht nur der Lohn. Entscheidend sind vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Privat­leben, abwechslungsreiche Aufgaben und die Möglichkeit, Positives zu bewirken. In der Pflege geben acht von zehn Beschäftigten an, dass ihre Tätigkeit einen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leistet. 

Schwierigkeiten trotz Sicherheit
Pflegeberufe gelten zudem als zukunftssicher. Zwischenmenschliche Fähigkeiten, fachliches Wissen und der persönliche Austausch lassen sich laut der Studie kaum durch künstliche Intelligenz ersetzen. Trotz der hohen Sinnhaftigkeit bestehen weiterhin Herausforderungen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wird zunehmend kritisch beurteilt. Politik und die Branche arbeiten daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Attraktivität der Pflege langfristig zu sichern. 

Alexandra Heilbronner, Geschäftsführerin von OdASanté, die nationale Dachorganisation der Arbeitswelt, fasst zusammen: «Die hohe berufliche Erfüllung in der Pflege ist eine Stärke der Gesundheitsberufe. Gleichzeitig braucht es attraktive Arbeitsbedingun­gen, damit Fachpersonen ihren Beruf langfristig ausüben und sich weiterentwickeln können.»

Autorin: Anna Hartmann 
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