Wie CHWOLF in einer Mitteilung schreibt, würden die Auswirkungen der grossen Abschusszahlen auf Wolfsrudel und Alpwirtschaft ausgeblendet. Seit Dezember 2023 seien schweiz­weit über 220 Wölfe präventiv geschossen worden, häufig ohne direkten Bezug zu Schäden. Besonders kritisiert wird die Praxis in Graubünden, wo bei Rudeln standardmässig zwei Drittel der Jungtiere abgeschossen würden. Dies widerspreche dem Jagdgesetz, argumentiert der Verein.

Zudem wirft CHWOLF dem Bund vor, den Herdenschutz geschwächt zu haben. So seien Budgets gekürzt, die Herdenschutzhundezucht aufgegeben und Aufgaben an die Kantone übertragen worden. Gleichzeitig würden Millionen in Abschüsse investiert. Der Verein verweist ausserdem auf wissenschaftliche Studien, wonach starke Eingriffe in Wolfsrudel zu mehr Konflikten führen könnten. Nachhaltig lasse sich das Zusammenleben von Mensch, Wolf und Nutztieren nur mit konsequentem Herdenschutz erreichen. 

Medienmitteilung: Verein CHWOLF
Archivfoto: Gruppe Wolf Schweiz