Erstmals im Juni – und nicht wie gewohnt im Herbst – fand der Fotoworkshop von NZZ-Reisen im Bergell statt. Das Tal zeigte sich von seiner facettenreichsten Seite: Schnee in den ersten Tagen, gefolgt von strahlender Sommerstimmung. Beseelte Landschaften, neue Blickwinkel auf Menschen und ein eindrucksvoller Nachthimmel boten den Teilnehmenden eine Fülle an fotografischen Möglichkeiten. Neu im Programm war in diesem Jahr: Nacht- und Sternfotografie. Ein Thema, das ebenfalls begeisterte.
Als Gastreferent war diesmal Leica-Fotograf Marco «Büxi» Büchel vor Ort, der vor drei Jahren noch selbst Teilnehmer war. Sein wichtigster Rat an die Gruppe: Chancen mutig ergreifen. «Das Bild, das wir nicht gemacht haben, vergessen wir eine lange Zeit nicht», sagte er. Eine Erfahrung, die wohl jede Fotografin und jeder Fotograf kennt.
Auch Dario Veréb, Bildchef der NZZ am Sonntag, war wieder mit dabei. Er sieht täglich unzählige Aufnahmen und weiss, was ein Bild trägt. Vom Bergell sagt er beeindruckt: «Selten findet man an einem Ort so viel Variation, so viel Inspiration und so viele ästhetische Highlights vereint.» Am Ende des Workshops gab er den Teilnehmenden ein individuelles Feedback zu ihren Aufnahmen.
Das Hotel Corona in Vicosoprano, in dem die Teilnehmenden untergebracht waren, ist der ideale Ausgangspunkt für die Tagesexkursionen nach Maloja, aber auch nach Soglio. Ein weiteres Highlight des Kurses war der Besuch der Fotoausstellung «Ernst Scheidegger und das Bergell» im Museo Ciäsa Granda in Stampa.
Und wenn doch mal ein Bild verpasst wird oder eine Aufnahme nicht nach Wunsch gelingt? Dann hilft ein Gedanke von Alberto Giacometti, dem grossen Sohn des Bergells: «Je mehr ich scheitere, desto erfolgreicher werde ich.»
Autor: Mayk Wendt
Foto: Marco Büchel
Autor: Mayk Wendt
Foto: Marco Büchel
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