Adriano Iseppi fehlten am 14. Juni im ersten Wahlgang 60 Stimmen, um neuer Gemeindepräsident von St. Moritz zu werden. Er konnte sich gegenüber seinen Mitbewerbern Isabel Wenger und Sebastian Bahner deutlich absetzen, verpasste jedoch das absolute Mehr. 

Die definitive Entscheidung am 19. Juli fällt unter veränderten Voraussetzungen. Gewählt ist, wer am meisten Stimmen erhält, es gilt also das relative Mehr. Aus dem Trio ist ein Quartett geworden: Der St. Moritzer Unternehmer und Gemeinderat Leandro A. Testa hat sich nach dem ersten Wahlgang entschieden, ebenfalls ins Rennen um das Gemeindepräsidium einzusteigen. Auch die Terminierung während der Sommerferien verändert die Bedingungen. Beim ersten Wahlgang fand mit der 10-Millionen-Initiative zudem ein wichtiger nationaler Urnengang statt, der auch in St. Moritz zu einer vergleichsweise hohen Stimmbeteiligung von 63,6 Prozent führte. Werden am 19. Juli gleich viele Wählerinnen und Wähler an die Urne gehen, wenn es «nur» um das Gemeindepräsidium geht? 

Gibt es in St. Moritz mit Isabel Wenger von der Next Generation erstmals eine Frau an der Spitze? Oder folgt mit Adriano Iseppi oder Sebastian Bahner erneut ein Parteiloser auf Christian Jott Jenny? Und wie stehen die Chancen von FDP-Mann Leandro A. Testa? Die EP/PL hat die vier Kandidierenden zu einem Round-Table-Gespräch getrof­fen. Wohnraum, Tourismus und regio­nale Zusammenarbeit waren unter anderem Themen. Das grosse Interview mit den vier Kandidierenden gibt es in der EP vom Samstag, 4. Juli zu lesen.