Der 20. Engadin Radmarathon ist mit einer Rekordbeteiligung zu Ende gegangen. Während drei Tagen stand Zernez ganz im Zeichen des Radsports. 150 Teilnehmende bestritten am Freitag den Prolog, rund 1045 gingen am Samstag auf die 97 Kilometer lange Strecke «La Cuorta», und rund 900 Fahrerinnen und Fahrer stellten sich am Sonntag der Königsetappe «La Svizra». Rund 600 Athletinnen und Athleten absolvierten beide Hauptrennen in der Kombina­tionswertung. Die Strecken führten durch die Engadiner Bergwelt, vorbei am Schweizerischen Nationalpark und über mehrere Bündner Alpenpässe.

Sicherheit erhöht
OK-Präsident Flurin Bezzola zeigte sich mit der Jubiläumsausgabe zufrieden. Das stabile Wetter habe ideale Bedingungen geboten, und auch die Stimmung auf und neben der Strecke sei ausgezeichnet gewesen. Neu galt an allen Rennen eine Lichtpflicht. Zudem wurde die Zeitmessung an den Dorfeingang von Zernez verlegt, um gefährliche Zielsprints in den engen Gassen zu verhindern. Der dreitägige Anlass bringt laut Organisationskomitee auch touristische Vorteile. Durch die längere Aufenthaltsdauer der Teilnehmenden profitierten Hotellerie, Gastronomie und weitere Leistungspartner in der Region.

Geiger dominiert das Wochenende
Sportlich war die Österreicherin Melanie Geiger die herausragende Fahrerin. Sie gewann den Prolog sowie beide Hauptrennen und holte sich zusätzlich den Bergpreis. Als schnellste Engadinerin wurde Flavia Toutsch aus Zernez ausgezeichnet. Bei den Männern gewann Calvin Schneider den Prolog. Die Siege auf «La Cuorta» und «La Svizra» gingen an André Kurmann, während sich Schneider den Bergpreis sicherte. Schnellster Engadiner war Jelle Looijen aus Maloja.

Village gut besucht
Zum Jubiläum gehörte erneut ein Rahmenprogramm im Village in Zernez mit Konzerten, Kinderprogramm sowie Verpflegungs- und Ausstellerständen. Das OK dankte den rund 200 Helferinnen und Helfern, den Sponsoren, Partnern und den Gemeinden entlang der Strecke und kündigte bereits die Vorbereitungen für die 21. Austragung im kommenden Jahr an. 

Medienmitteilung: Engadin Radmarathon/(ep)
Foto: Dominik Täuber