Die Idee, im Engadin ganzjährig anspruchsvolle Kulturprojekte mit lokalem Bezug zu präsentieren, kam von Kurator und Mitbegründer der «Nomad», Giorgio Pace, in Zusammenarbeit mit St. Moritz Tourismus. Als Vorbild dient die jährlich in Mailand stattfindende «Orticola». Unter den bunten Zeltdächern entlang der ehemaligen Kurallee präsentierten sich Aussteller aus dem Engadin, dem Puschlav und dem oberen Albulatal. Der Engadiner Bergsommer ist geprägt von einer reichen Flora und der Gartenarbeit. Passend dazu konnten sich die Sommergäste beim Flanieren entlang der Kurallee über die Blumen und Kräuter der Region informieren und an den Produkten der Kunsthandwerker erfreuen. Die Gärtnerei Schutz aus Filisur zeigte seltene Alpenpflanzen, darunter verschiedene Edelweisssorten, das Puschlav präsentierte Naturprodukte aus der Region und der Küchenchef der Chesa Stüva Colani in Madulain, Paolo Casanova, leitete Workshops, in denen er den Teilnehmenden das Sammeln und die Verwendung von Naturkräutern aus der Umgebung in der Gastronomie näherbrachte. In Vorträgen und Gesprächen vermittelten die Gartenbauexperten Rosanna Foresti Nicoletti, Marco Bay und Martino de Tommasi den Zuhörern den Zusammenhang von Landschaftsgestaltung und historischem Erbe und die Entwicklung der Landschaftarchitektur. Ein guter Start in die Sommersaison des Engadins, wo die Wiesen in voller Blüte stehen und die Hotels langsam aus dem Schlaf der Zwischensaison erwachen.
Autorin: Sabrina von Elten
Fotos: z. Vfg/Der Pavilion
Autorin: Sabrina von Elten
Fotos: z. Vfg/Der Pavilion
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