Engadiner Post: Adriano Iseppi, eau gratulesch per la tscherna scu president cumünel da San Murezzan. Wie wichtig wird die romanische Sprache in Ihrer Amtsführung sein?
Adriano Iseppi: Grazcha fich. Fich importaunt. La lingua rumantscha dess clapper üna fnestra speziela. Und trotzdem, die deutsche Sprache ist in St. Moritz die offizielle die Amtssprache, aber die romanische Sprache ist in meinem Herzen. Ich bin romanisch aufgewachsen und ich werde versuchen, so oft wie möglich Romanisch zu sprechen.
Adriano Iseppi: Grazcha fich. Fich importaunt. La lingua rumantscha dess clapper üna fnestra speziela. Und trotzdem, die deutsche Sprache ist in St. Moritz die offizielle die Amtssprache, aber die romanische Sprache ist in meinem Herzen. Ich bin romanisch aufgewachsen und ich werde versuchen, so oft wie möglich Romanisch zu sprechen.
Sie liefen sehr früh allein los, doch kurz darauf schlossen zwei Verfolger auf. Sie hatten die erste Etappe gewonnen, das Rennen jedoch nicht. Die Tour de St. Moritz ging in die zweite Runde und dort zeigten Sie Ihre Sprintqualitäten. Wie haben Sie dieses intensive Rennen erlebt?
Ja, letzten Endes ist es wohl eine Frage des richtigen Timings, wie ich es vom Sport her gewohnt bin. Mein Schwiegervater hat einmal gesagt: «Wenn du das willst, dann musst du der Erste sein, der lostrampelt.» Das war eine lange Reise, die viel Schnauf gekostet hat. Und die tatsächliche Reise fängt erst richtig an.
Was ich auch noch sagen möchte, ist, dass ich sehr dankbar für die neue Zusammensetzung im zweiten Wahlgang mit Leandro Testa war. Ich glaube auch, dass die Stimmberechtigten von St. Moritz mir und uns mit diesem Wahlergebnis aufgezeigt haben, wohin St. Moritz will.
Ja, letzten Endes ist es wohl eine Frage des richtigen Timings, wie ich es vom Sport her gewohnt bin. Mein Schwiegervater hat einmal gesagt: «Wenn du das willst, dann musst du der Erste sein, der lostrampelt.» Das war eine lange Reise, die viel Schnauf gekostet hat. Und die tatsächliche Reise fängt erst richtig an.
Was ich auch noch sagen möchte, ist, dass ich sehr dankbar für die neue Zusammensetzung im zweiten Wahlgang mit Leandro Testa war. Ich glaube auch, dass die Stimmberechtigten von St. Moritz mir und uns mit diesem Wahlergebnis aufgezeigt haben, wohin St. Moritz will.
Und in welche Richtung möchten Sie mit der Gemeinde gehen?
Die in den letzten Jahren eingeschlagene Richtung war auch mein Wahlkampfslogan: «Inavaunt – vorwärts, weiter so wie bisher.» Natürlich wird es neue Herausforderungen geben, die es anzupacken gilt. Vor allem sind es aber die vielen Projekte, die bereits angestossen wurden und die nun seriös und sorgfältig zu Ende gebracht werden müssen.
Die in den letzten Jahren eingeschlagene Richtung war auch mein Wahlkampfslogan: «Inavaunt – vorwärts, weiter so wie bisher.» Natürlich wird es neue Herausforderungen geben, die es anzupacken gilt. Vor allem sind es aber die vielen Projekte, die bereits angestossen wurden und die nun seriös und sorgfältig zu Ende gebracht werden müssen.
Der scheidende Gemeindepräsident Christian J. Jenny setzte sich stark für Kultur und Kunst ein. Welche Schwerpunkte möchten Sie in diesem Bereich künftig setzen?
Ich bin sehr kulturinteressiert. Als ausgebildeter Primarlehrer bin ich mit diesem Thema vertraut und kann einiges beitragen, auch wenn ich vielleicht eher als Sportfachperson gesehen werde. Die Kultur soll mindestens so weitergetrieben werden wie bisher, und ich hoffe natürlich, dass uns der amtierende Gemeindepräsident in diesem Bereich auch weiterhin eine wertvolle Stütze bleibt. Trotzdem wird sicher auch die eine oder andere Sportidee in meinen Gedanken Platz haben.
Ich bin sehr kulturinteressiert. Als ausgebildeter Primarlehrer bin ich mit diesem Thema vertraut und kann einiges beitragen, auch wenn ich vielleicht eher als Sportfachperson gesehen werde. Die Kultur soll mindestens so weitergetrieben werden wie bisher, und ich hoffe natürlich, dass uns der amtierende Gemeindepräsident in diesem Bereich auch weiterhin eine wertvolle Stütze bleibt. Trotzdem wird sicher auch die eine oder andere Sportidee in meinen Gedanken Platz haben.
Das Amt des Gemeindepräsidenten kann man bekanntlich nicht erlernen. Wo sehen Sie Ihre Stärken, und in welchen Bereichen möchten Sie sich noch weiterentwickeln?
Meine grösste Stärke ist, dass ich ein Teamplayer bin. Ich möchte gemeinsam mit meinem Team arbeiten, handeln und etwas bewirken. Ich bin in diesem Sinn überhaupt kein Einzelkämpfer.
Schwächen gibt es natürlich auch. Ich habe keine politische Erfahrung und muss mich noch stärker in die politischen Prozesse einarbeiten. In den vergangenen fünf Monaten habe ich bereits sehr viel gelernt. Den konkreten Gedanken an eine Kandidatur hatte ich schon im November des vergangenen Jahres. Trotzdem muss ich jeden Tag dazulernen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden herausfinden, wo die entscheidenden Hebel liegen und worauf es ankommt.
Hinzu kommt die grosse Vielseitigkeit, die das Amt des Gemeindepräsidenten von St. Moritz mit sich bringt. Da werde ich immer wieder an meine Grenzen kommen. Das gehört aber dazu. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, und habe diese Herausforderung bewusst gesucht. Ich bin fit, gesund und bereit für diese Aufgabe.
Meine grösste Stärke ist, dass ich ein Teamplayer bin. Ich möchte gemeinsam mit meinem Team arbeiten, handeln und etwas bewirken. Ich bin in diesem Sinn überhaupt kein Einzelkämpfer.
Schwächen gibt es natürlich auch. Ich habe keine politische Erfahrung und muss mich noch stärker in die politischen Prozesse einarbeiten. In den vergangenen fünf Monaten habe ich bereits sehr viel gelernt. Den konkreten Gedanken an eine Kandidatur hatte ich schon im November des vergangenen Jahres. Trotzdem muss ich jeden Tag dazulernen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden herausfinden, wo die entscheidenden Hebel liegen und worauf es ankommt.
Hinzu kommt die grosse Vielseitigkeit, die das Amt des Gemeindepräsidenten von St. Moritz mit sich bringt. Da werde ich immer wieder an meine Grenzen kommen. Das gehört aber dazu. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, und habe diese Herausforderung bewusst gesucht. Ich bin fit, gesund und bereit für diese Aufgabe.
Der Wahlkampf ist abgeschlossen. Wie werden Sie die Zeit bis zu Ihrem Amtsantritt am 1. Januar nutzen, und welche Schritte stehen für Sie in den kommenden Monaten im Vordergrund?
Als Erstes werde ich das Gespräch mit den wichtigsten Schlüsselpersonen der Gemeindeverwaltung suchen. Darauf habe ich während des Wahlkampfs bewusst verzichtet. Andere haben das anders gehandhabt, ich wollte den Austausch jedoch erst nach der Wahl suchen. Für mich war es wichtig, abzuwarten, bis ich gewählt bin, um zu sehen, wo der Schuh allenfalls drückt.
Ebenso wichtig ist die Zusammensetzung der politischen Gremien. Es wird sich zeigen, wer in den Gemeindevorstand und in den Gemeinderat gewählt wird. Sobald der Gemeindevorstand Ende September feststeht, möchte ich die wichtigen Weichen stellen, um möglichst früh die Zusammenarbeit mit den Gewählten aufzunehmen und uns so aufzustellen, dass wir am 1. Januar nicht bei null beginnen müssen.
Das klingt nach einem Wunsch.
(Lacht) Ja, vielleicht. Aber klar. Wenn ich wünschen dürfte, dann würde ich sehr gerne mit dem amtierenden Gemeindevorstand weiterarbeiten und hoffe entsprechend, dass er sich wieder aufstellen lässt und wiedergewählt wird.
Als Erstes werde ich das Gespräch mit den wichtigsten Schlüsselpersonen der Gemeindeverwaltung suchen. Darauf habe ich während des Wahlkampfs bewusst verzichtet. Andere haben das anders gehandhabt, ich wollte den Austausch jedoch erst nach der Wahl suchen. Für mich war es wichtig, abzuwarten, bis ich gewählt bin, um zu sehen, wo der Schuh allenfalls drückt.
Ebenso wichtig ist die Zusammensetzung der politischen Gremien. Es wird sich zeigen, wer in den Gemeindevorstand und in den Gemeinderat gewählt wird. Sobald der Gemeindevorstand Ende September feststeht, möchte ich die wichtigen Weichen stellen, um möglichst früh die Zusammenarbeit mit den Gewählten aufzunehmen und uns so aufzustellen, dass wir am 1. Januar nicht bei null beginnen müssen.
Das klingt nach einem Wunsch.
(Lacht) Ja, vielleicht. Aber klar. Wenn ich wünschen dürfte, dann würde ich sehr gerne mit dem amtierenden Gemeindevorstand weiterarbeiten und hoffe entsprechend, dass er sich wieder aufstellen lässt und wiedergewählt wird.
Sie verlassen mit Ihrer Wahl zum Gemeindepräsidenten von St. Moritz die Scoula Sportiva nach vielen Jahren. Wie schwer fällt Ihnen dieser Schritt?
Das ist eine sehr gute Frage. Natürlich ist der Abschied schmerzhaft, weil die Scoula Sportiva ein sehr erfolgreiches Projekt ist. Die vergangenen 13 Jahre waren für mich sehr erfüllend, doch am 1. Januar endet dieses Kapitel.
Gleichzeitig wurde in der Zeit meiner Kandidatur sehr gute Arbeit geleistet und vieles aufgegleist. Deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass die Schule auch ohne mich erfolgreich weitergeführt wird. Wir konnten hervorragende Nachfolgelösungen erarbeiten, was mir den Abschied natürlich erleichtert.
Und als Gemeindepräsident von St. Moritz, der Trägergemeinde der Scoula Sportiva, bleibe ich dem Projekt ja weiterhin verbunden. Das freut mich persönlich sehr.
Autor und Foto: Andrea Gutgsell
Das ist eine sehr gute Frage. Natürlich ist der Abschied schmerzhaft, weil die Scoula Sportiva ein sehr erfolgreiches Projekt ist. Die vergangenen 13 Jahre waren für mich sehr erfüllend, doch am 1. Januar endet dieses Kapitel.
Gleichzeitig wurde in der Zeit meiner Kandidatur sehr gute Arbeit geleistet und vieles aufgegleist. Deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass die Schule auch ohne mich erfolgreich weitergeführt wird. Wir konnten hervorragende Nachfolgelösungen erarbeiten, was mir den Abschied natürlich erleichtert.
Und als Gemeindepräsident von St. Moritz, der Trägergemeinde der Scoula Sportiva, bleibe ich dem Projekt ja weiterhin verbunden. Das freut mich persönlich sehr.
Autor und Foto: Andrea Gutgsell
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