Aus dem Kunstmuseum in Arcegno ist ein kostbares Bild verschwunden. Der Museumsdirektor ist ratlos, die Künstlerin verzweifelt und die Polizei überfordert. Gut, dass fast 40 Kinder aus St. Moritz, Champfèr, Silvaplana und Sils für eine Woche ins Sommerlager nach Arcegno gereist sind. Mit Feuereifer machen sie sich auf die Suche nach dem Bild.

Seit vielen Jahren verbringen Schulkinder der Seengemeinden ihr Sommerlager im Campo Enrico Pestalozzi in den Kastanienwäldern oberhalb von Arcegno. Dieses Mal verwandelt sich das Lagerdorf in den Schauplatz eines Kriminalfalls. Bald merken die Kinder, dass Museumsdirektor, Künstlerin, Security und selbst die Detektive mehr wissen könnten, als sie zugeben.

Spürsinn ist gefragt
Die Kinder lernen Beobachtungs- und Befragungstechniken und sammeln Hinweise. Daneben bleibt Zeit für andere Aktivitäten: Sie gestalten eigene Kunstwerke und Rahmen aus Naturmaterialien, besuchen das Castello Visconteo und die Giardini Rusca in Locarno und geniessen eine Abkühlung im Lago Maggiore.

Am zweitletzten Abend kommt es im Amphitheater zum grossen Verhör. Die jungen Detektive wollen wissen, warum die Sicherheitsanlage ausgefallen ist, weshalb Schleifspuren am Hintereingang erst spät entdeckt wurden und warum der Museumsdirektor ständig auf seine Taschenuhr schaut.

Schliesslich lösen sie den Fall: Das Museum steht wegen sinkender Besu­cherzahlen vor der Schliessung. Um wieder in die Schlagzeilen zu kommen, haben Museumsdirektor und Mitar­bei­tende den Diebstahl selbst insze­niert. Die Security schaltete die Sicherheitsanlage aus, das Bild wurde nachts aus dem Museum geschafft und anschlies­send im Büro eines Detektivs versteckt.

Lügen für einen guten Zweck?
Nach der erfolgreichen Aufklärung folgt eine ernsthafte Diskussion: Darf man lügen, wenn man damit etwas Gutes erreichen will? Eine Frage, mit der sich die Kinder im Amphitheater intensiv ausein­andersetzen. Am letzten Abend wird der gelöste Fall mit Tanz, Gesang und einem gemeinsamen Fest gefeiert. Müde und zufrieden treten die Kinder tags darauf die Heimreise ins Engadin an. Und das nächste Abenteuer steht bereits fest: Im kommenden Jahr geht es im Sommerlager in den Wilden Westen. 

Autor: Eingesandt
Foto: Christoph Zingg