«Dieser Preis ist eine sehr schöne Überraschung, die ich nie erwartet hätte – und eine grosse Ehre», sagt Daniel Manzoni. Er stammt aus Samedan und arbeitet seit über 30 Jahren als Kindergartenlehrperson an der Gemeindeschule Sils. 2010 erschienen seine illustrierten Liederhefte «Ramba Zamba», 2011 folgte die dazugehörige gleichnamige Doppel-CD und 2013 wurde eine weitere Doppel-CD namens «Zamba Ramba» publiziert. Seine Lieder werden heute von Kindern, Eltern und Lehrpersonen im ganzen Oberengadin gesungen. Die eingängigen Melodien mit Textzeilen wie «Mia chesina es ün instrumaint» (Mein Häuschen ist ein Instrument) oder «Fer uorden» (Aufräumen) gehören inzwischen zum romanischen Liedgut dazu. Die Kinder, welche diese Lieder singen, haben sogar einen eigenen Namen: die Zamberonis. 

Preis für langjähriges Engagement
 Momentan realisiert Daniel Manzoni sein nächstes Projekt mit dem Titel «Arumballabum». 90 von ihm komponierte Kinderlieder werden mit einheimischen Lehrpersonen und Musikerinnen und Musiker aufgenommen und auf der Internetplattform www. rambarimba.ch laufend publiziert. «20 neue Lieder können schon abgespielt werden», informiert der Liedermacher.

Auf Empfehlung der Kulturförde­rungskommission hat die Präsiden­tenkonferenz der Region Maloja beschlossen, Daniel Manzoni «für sein unermüdliches Engagement für die romanische Sprache und für die einheimischen Kinder» mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 10 000 Franken zu würdigen. 

Ein rundum kreativer Mensch
Der zweite Preis, der am 15. Januar 2027 öffentlich verliehen wird, geht an Aline Guidon. Sie wird mit einem Förderpreis in Höhe von 5000 Franken ausgezeichnet. Die 26-jährige Schauspie­lerin aus Bever ist laut eigenen Angaben «mit acht Hochlandrindern, drei Hühnern, viel Wintersport und Rätoroma­nisch» in Bever aufgewachsen. Nach ihrer KV-Lehre und Berufsmatura auf der Gemeinde St. Moritz absolvierte sie die Ausbildung an der Filmschauspielschule «filmZ» in Zürich. 

Seit 2016 engagiert sich Aline Guidon im Improvisationstheaterverein Drauffischem. Sie war auch bei diversen Produktionen des Jungen Theaters Graubünden dabei. «Ich schreibe für mein Leben gerne Kurzgeschichten über absurde Alltagsgegenstände und klimpere hin und wieder auf den Tasten meines Klaviers», beschreibt Aline Guidon sich selbst. 

Jede Rolle wie eine Reise
Das Schauspiel ist Aline Guidons Leidenschaft. Die Engadinerin schreibt, dass sie sich immer wieder darauf freue, in spannende Projekte einzutauchen und neuen Texten Leben einzuhauchen. «Jede Rolle ist für mich eine einzigartige Reise, die ich mit Hingabe und Kreativität gestalte.» Nebst Theater macht Aline Guidon auch Film und Hörspiele, zuletzt 2025 das Hörspiel Tredeschin. Dieses hat sie gemeinsam mit Lars Arnet realisiert, der mit ihr auch den Märchenweg in der Val Bever bespielt. Aline Guidon schlüpft dabei jeweils in die Rolle der Hexe Ludovica.