Text uWährend der Intensivseminarwoche Ende September arbeiteten Studierende der Höheren Fachschule für Tourismus & Management (HFT Graubünden) in Samedan an realen Fragestellungen aus der Tourismus- und Freizeitbranche. In drei Gruppen reisten sie nach Liechtenstein, Adelboden und Schaffhausen. Dort analysierten sie gemäss einer Medienmitteilung im Auftrag von Tourismusorganisationen und regionalen Betrieben bestehende Angebote und entwickelten erste Lösungsansätze.
In Liechtenstein befassten sich 19 Studierende mit fünf Aufträgen von Liechtenstein Marketing. Zur Diskussion standen die Ansprache künftiger Gäste, die digitale Präsenz der Destination, die Zukunft touristischer Broschüren, das Familienangebot in Malbun und der Weintourismus. Die Gruppe prüfte bestehende Angebote und Kommunikationskanäle und erarbeitete Vorschläge für deren Weiterentwicklung.
16 Studierende widmeten sich in Adelboden vier Fragestellungen der Destination und ihrer Leistungsträger. Themen waren saisonale Schwankungen in der Hotellerie, mögliche neue Erlebnisse auf der Engstligenalp sowie die Strukturierung und Vermarktung von Familienangeboten. Zudem suchte die Gruppe nach Ansätzen, um den März für eine jüngere Zielgruppe attraktiver zu positionieren. Gespräche vor Ort, Analysen und Vergleiche mit anderen Angeboten bildeten die Grundlage für die Arbeiten. In Schaffhausen setzten sich 20 Studierende mit Anliegen regionaler Auftraggebender auseinander. Die Themen reichten von der touristischen Wertschöpfung im Gruppen- und Geschäftskundensegment über neue Angebote für die Schifffahrt bis zur Mitgliedergewinnung für Schaffhauserland Tourismus. Weitere Projekte betrafen ein Gastronomieangebot für den KSS Freizeitpark sowie eine bessere Verbindung zwischen dem Rheinfall und der Smilestones Miniaturwelt. Die während der Woche erarbeiteten Ansätze wurden den Auftraggebenden kürzlich präsentiert. In den nächsten Wochen sollen die Vorschläge weiter vertieft und ausgearbeitet werden. Für die Studierenden sei die Arbeit an konkreten Aufträgen besonders lehrreich, heisst es in der Mitteilung der Schule. «Es macht einen Unterschied, ob wir im Unterricht an einem Beispiel arbeiten oder wissen, dass unsere Ideen für einen realen Auftraggeber entstehen», wird Laurin Probst, Student im dritten Studienjahr, zitiert.
Die Projekte sollen den Praxisbezug des Studiums stärken. Dabei wurde deutlich, dass touristische Herausforderungen selten isoliert zu lösen sind: Gästebedürfnisse, Wirtschaftlichkeit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit greifen ineinander.
Text und Fotos: Höhere Fachschule für Tourismus & Management, Samedan




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