Wie die Stiftung Pro Bartgeier in einer Medienmitteilung schreibt, sind damit seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts im Jahr 1991 insgesamt 299 Junggeier in der Schweiz ausgeflogen. Rund 80 Prozent davon stammen aus Wildbruten. Besonders hoch ist die Bartgeierdichte weiterhin in Graubünden und im Wallis. In Graubünden flogen in diesem Jahr 18 Jungtiere aus, im Wallis waren es sieben. Auch in den Kantonen Bern, St. Gallen und Tessin waren Brutpaare erfolgreich. Alpenweit wurden 2026 insgesamt 72 erfolgreiche Wildbruten registriert – so viele wie noch nie seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts.

Trotz der zunehmenden Zahl an Wildbruten werden weiterhin junge Bartgeier ausgewildert. Damit soll insbesondere die genetische Vielfalt des noch kleinen Bestands erhalten werden. Nach Angaben der Stiftung nimmt das Risiko von Inzucht zu. Vom 10. bis 18. Oktober finden zudem die Internationalen Bartgeier-Beobachtungstage statt. Dabei sollen möglichst viele Sichtungen gemeldet werden, um Verbreitung und Bestand der Tiere besser abschätzen und neue Paarbildungen erfassen zu können. Die Stiftung Pro Bartgeier sucht dafür Freiwillige, die sich an den Beobachtungen beteiligen.

Medienmitteilung: Stiftung Pro Bartgeier
Foto: Hansruedi Weyrich